Orchis militaris L.

Orchis militaris - Helm-Knabenkraut 75

Passin, 11.05.2003, bei Dreckenach/Maifeld

Orchis militaris Blüte 120

Passin, 15.05.1992, bei Braubach/Mittelrheintal

Orchis militaris a

Passin, 15.05.92, Mittelrheintal, bei Braubach

Orchis militaris b

Passin, 15.05.92, Mittelrheintal, bei Braubach

Orchis militaris - weiss 121

var. albiflora, Passin, 15.05.1992, NSG Koppelstein/Mittelrheintal

Orchis militaris Verbreitungskarte

Verbreitungskarte Orchis militaris L.

Helm-Knabenkraut

Lebensraum:
Halbtrockenrasen, extensiv bewirtschaftete Mähwiesen, lichtes Gebüsch, auf kalkhaltigen Böden.

Blütezeit: Mai bis Mitte Juni

Anmerkung:
Von der Art gibt es Vorkommen im Saarland (Muschelkalkgebiete an Saar, Nied und Blies), in der Eifel, im Nahegebiet und vor allem am Ober- und Mittelrhein. Auf der Rheinschiene nebst angrenzender Gebiete, ist das Helm-knabenkraut, meist auf Lößboden, noch relativ häufig. Im Mittelrheintal und seinen Seitentälern, findet sich die Art in vielen Mesobrometen, dort häufig von Biotoppflege-Maßnahmen gestützt. In diesen Gebieten kann man Orchis militaris als ungefährdet ansehen. Durch die Kalk-Eifel hindurch zeigt sich das Helmknabenkraut hingegen eher selten, wo die basischen Böden ganz fehlen, befinden sich große Verbreitungslücken. Im Saarland war die Art noch bis in die Zeit um den 2. Weltkrieg nur von wenigen Stellen bekannt. Der Saarbrücker Apotheker und Orchideenkenner J. Ruppert konstatiert hierzu seinerzeit: „Bei uns selten“ (Ruppert 1938). Heute findet sich die Pflanze an vielen Stellen in zum Teil Individuen reichen Beständen und gilt daher derzeit als ungefährdet. Bei gemeinsamen Vorkommen mit Orchis purpurea ist regelmäßig mit Hybriden (Orchis ×hybrida Boenn. ex Rchb.) zu rechnen. Dieser Bastard kann sich auch am Fundort halten, wenn einer der Elternteile ausstirbt. Selten findet man reinweiße Exemplare. Rote Liste Rheinland-Pfalz 3